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So kannst Du 2026 mit mir zusammenarbeiten

Ich baue Deinen Gästen die Brücke vom Erklären zum Erleben, vom Früher ins Heute. 

Von Anfang (Idee, Konzept, Skript) bis Ende (Ablaufplanung, Gewerke, Casting, Regie, Umsetzung live oder digital). Wenn Du ein Geschichtsthema hast - melde Dich! 

Die Speakerin

... Deine super lebendige Keynote

... eloquenter Gast für Deinen Podcast

... historische Moderation

... Fachvorträge zu historischer Mode oder szenischer Vermittlung

... auf deutsch oder englisch (Muttersprachlerniveau) 

... eo.

Die Autorin

... App- & Audioguide-Texte

... Drehbücher für digitalen Content

... Dein Comicbuch-Skript

... Geschichte als Theaterstück

... Artikel über Geschichtsinszenierung 

... auf deutsch oder englisch

 

Der Event-Profi

... charmante Walking Acts

... professoinelle DarstellerInnen

... digitale Protagonisten

... stimmiges historisches Eventdesign

... Vernetzung in viele Gewerke

... Planung & Umsetzung aus 1 Hand

 

Party like it's 1793 - mein Jahresrückblick

2025 war mein „Jahr 2“. Das zweite Jahr meiner Voll-Selbständigkeit. Quasi mein persönliches 1793. Klingt kryptisch? Nicht, wenn Du dich drauf einlässt, dass es bei mir immer historisch zugeht: in Frankreich wurde ein Revolutionskalender eingeführt, der einige Jahre gegolten hat. Da ging die neue Zeitrechnung mit dem Jahr 1 nämlich 1792 los, und die Monate und Wochen wurden dezimalisiert. Sogar die Ziffernblätter auf den Uhren folgten der 10er-Logik, aber das ist eine andere Geschichte. 

Nach 2 Dekaden als Angestellte im Eventmanagement, das meiste davon im öffentlichen Dienst, hatte ich den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt. Das hat mich viel Mut gekostet. Mein Museumstheater lief da schon lange „nebenher“. Mal mehr, mal weniger intensiv, seit 2012 (!) und immer noch hatte ich Zweifel, ob ich es packe, ob sich das lohnt. 

Für mein „Jahr 1“ habe ich keinen Rückblick geschrieben. Hätte ich, dann wäre drin gestanden, wie ich nach einem Termin mit meinem Steuerberater am Ende des 3. Quartals heulend im Park gesessen habe, und alles hinschmeißen wollte. „Ich will Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber vielleicht suchen Sie sich wieder eine Anstellung“. Das war voll auf die 12. Und er hatte recht. Das Jahr war künstlerisch super erfolgreich. Doch finanziell total Banane. Sollte ich lieber aufgeben..?

Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe

Ich habe entschieden, das nicht zu tun. Wer so oft wie ich irgendwelche Markgräfinnen spielt, weiß, wie frau sich das Krönchen zurechtrückt. Doch was sollte den drohenden Ruin aufhalten? 

Erste Amtshandlung war, den von mir so geliebten Coworkingspace zurück zu fahren. Wozu Miete zahlen, wenn es ein häusliches Arbeitszimmer gibt? Die Katze hat sich gefreut, ich erst mal nicht. Es fühlte sich an wie Niederlage, eine Rückkehr in die gefühlte Sphäre des Hausfrauen-Hobbys. 

Um aus dem Loch zu kommen, wo ich im Januar 25 noch steckte, war Hilfe vonnöten. Über meine liebe Freundin Anna kam ich auf Verena Volkholz, die mir als Coach dabei geholfen hat, nicht nur meine Abläufe zu professionalisieren und mir neue Vertriebswege (wie den Newsletter „Funksprüche aus der Vergangenheit“) zu überlegen - den Du nun auf der Startseite abonnieren kannst. 

Vor allem ging es darum, die Überzeugung loszuwerden, meine Arbeit sei nicht wichtig und „seriös“ genug, um auf dem Markt bestehen zu können. Meine Schrulligkeit zuzulassen, ja zu zelebrieren. Mich endlich zu trauen, Preise aufzurufen, die auskömmlich sind, und eben nicht Hausfrauen-Hobby. Und meinen inneren Perfektionisten soweit zu beruhigen, dass auch 85% manchmal absolut fein sind, und ich nicht bis 3 Uhr früh an den fehlenden 15% feilen muss, die außer mir eh keiner sieht.

Worauf bin ich 2025 stolz?

Auch wenn mein innerer Quatschi immer noch daherkommt mit "Bescheidenheit ist eine Zier" (obwohl ich längst weiß, "besser lebt sich's ohne ihr") gibt es ein paar Dinge, die ich mir unumwunden auf die Haben-Seite schreibe. Weil die mich ehrlich freuen.
Also: was landet in der "Stolz"-Rubrik?

Mein Stationentheater auf Burg Trifels. Sorry Leute, das ist einfach geil geworden, auch wenn ich's selber sage. Gespielt von einem genialen Darsteller & randvoll mit echter Geschichte. Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht! Und die gelungene Symbiose von historischem Ort, packendem Drama und Wissensvermittlung ist mein Antrieb, bei allem. 

Dass ich zu 2 Tagungen im Ausland als Referentin eingeladen war, und so nach Estland und ins Baskenland kam – woop woop! Über mein Herzensthema Museumstheater kann ich stundenlang reden, erst recht vor Gleichgesinnten - die nicht den Raum verlassen haben!

Dass ich 2025 einige Nähprojekte geschafft habe, v.a. mein Biedermeier Abendkleid. Ich habe das Nähen erst spät im Leben für mich entdeckt, und bei jedem neuen Schnittmuster darf ich neue Techniken lernen. Dieses Kleid entstand unter Zeitdruck... trotzdem kann man es anschauen.

Ein bisschen stolz bin ich, dass ich auf meine alten Tage sage und schreibe 2x Covergirl gewesen bin! 🤯 Einmal auf dem Bucheinband eines neuen Werkes über (Überraschung!) Museumstheater, verfasst von der talentierten Foteini Venieri.
Das andere Mal als das "Gesicht" des Museumssommers im Badischen Landesmuseum. Mit der weiten Verbreitung dieses Bildes hatte ich nicht gerechnet, und war immer von den Socken, wenn mir wieder jemand schrieb "Du hängst am Karlsruher Hauptbahnhof!". Darüber darf ich mich ohne Eitelkeit freuen, bin ja schon über 50 und mit stetig wachsendem BMI, somit werde ich aus meinen Looks wohl nie wieder soviel ideologischen Profit schlagen!
 

Wofür bin ich 2025 dankbar?

Vieles: Dass mein Mann mich fast jeden Abend bekocht (heute gibt's Pizza!). 

Beruflich: Meine abwechslungsreichen Aufträge. Von reinen Autoren-Jobs für Audioguidetexte über Filmaufnahmen für App-Content. Von meiner Premiere als Workshopleiterin an einer Schule über große Bühneninszenierungen. Endlich mal wieder auf Englisch schauspielern. Kleopatra darzustellen mit einer Rettungsdecke drum - nicht ganz so historisch "A". 

Aber vor allem: wunderbare neue Leute. Tote und Lebendige. Also: solche, über die ich arbeite (wie die Familie Valdenaire, eingeschworene 1848er Revolutionäre, die nun im Freilichtmuseum Roscheiderhof auftreten), und solche, mit denen ich arbeite (Kuratorinnen, CEOs, Archivare, Schauspieler, Burgwarte, Marketingleute, Ausstatter, Aufsichten, Techniker…). 

Zugang zu haben zu Räumen, die sonst keiner sieht, zu Leben die längst vergangen sind, zu Herzen, die sich nach Geschichten sehnen: das ist das größte Privileg. 

Dankbar bin ich auch, dass 2025 die Leute in meinem Umfeld weitgehend gesund (oder wieder geworden) sind. Inklusive ich selber. Seit einer Krebserkrankung 2001 muss ich regelmäßig zur Nachkontrolle, und diesen Herbst war mal so ein Störfeuer von „ist da wieder was..?“ Zum Glück war nichts. 

Ein fettes „Like“ an mein Jahr 2 geht raus für Reisen. Wenn es nach mir ginge, wäre ich zwar noch viel mehr in der Welt unterwegs. Doch es gab durchaus ein paar Expeditionen – zu den Tagungen, und historischen Events wie einem Biedermeier-Treffen in Holland, dem Jane Austen Festival in England, und ein Empire-Wochenende in Frankreich. Ich meine: Wer erlebt schon sowas?!

Was waren meine grössten Herausforderungen?

Sichtbarkeit. Ein Mords-Thema. Schwer zu glauben, bei einer Schauspielerin. Ja, ich mache mich zum Horst. Ich singe falsch und laut, trage lächerliche Moden, schminke mir die Zähne schwarz, wenn es sein muss. Auf der Bühne. Aber im „echten Leben“? Als ich, Angela? Blieb ich lieber unter dem Radar.

Nicht mich zeigen, angreifbar machen. Vor allem digital, nicht aus dem Fenster lehnen. Nicht über mein Angebot reden, um Himmels willen keine Eigenwerbung oder CTA. Die innere Stimme so: „Es gibt so viele gute Leute, Reenactors, die sehen das, und machen dich fertig, sobald du dich zeigst.“ 

Das war ein großer Kloß, der gehörte geschluckt. Seit einigen Monaten biete ich nun regelmäßig mein Webinar auf Eventbrite zu wechselnden Themen rund um Geschichtsinszenierung. In 45 Minuten zeige ich da meine Arbeit. Viele bunte Fotos, Anregungen für Ausstellungen, Jubiläen, Archive, Events. Möglichkeiten und Grenzen der Methode. Ihr Fundament und Ausführung. Und was ist passiert? Mal melden sich mehr, mal weniger Leute an. Aber keiner, nicht einer, ist mir irgendwie blöd gekommen. Stattdessen nette neue Kontakte und begeisterte Google-Rezensionen.

Ich hatte mir nach meiner Steuerberater-Nemesis von Jahr 1 geschworen: in 2025 machst du doppelt so viel Umsatz. Einfach, um es mir zu beweisen, um nicht unterzugehen, und weiterhin diese – wie ich selber zumindest finde – wichtige und schöne Arbeit der Welt anbieten zu können. 

Hat es geklappt mit dem Verdoppeln? Nein. Das wurmt mich. Mega. Aber: auch wenn mein Umsatzziel nicht erreicht habe, ist es um einiges besser gelaufen. Und es gibt eine sehr überschaubare Zahl Leute in Deutschland, die was Vergleichbares machen – die meisten davon dürfte ich persönlich kennen. Ich schätze sie sehr, buche sie gern dazu, lerne von ihnen. Im Hauptberuf eine so exotische Tätigkeit in Vollzeit überhaupt durchzuziehen ist auch einen Schulterklopfer wert. 
 

Was ist 2025 richtig gut gelaufen?

Anders als mein Steuerberater (der übrigens sehr nett ist, kein Finanzbeamten-Bashing!) bewerte ich meinen Erfolg nicht nur nach Quartalszahlen. Sondern auch nach folgendem…

  • künstlerischer Anspruch und Qualität der Umsetzung meiner Projekte 
  • zufriedene Kunden und ein vertrauensvolles Miteinander
  • Entzücken, Eintauchen, Mitfiebern, Aha-Momente für unser Publikum
  • eigenem Dazulernen, mit neuen Eventformaten oder eigenen Fortbildungen.

Und in diesen Punkten muss sich 2025 nicht verstecken. 

Tatsächlich gab es dazu auch Feedback von außen. Mein Jahr 2 hat mir viel Medienberichterstattung beschert. Immer wieder Presseartikel – über die historischen Stücke, über mich als Dienstleisterin und Faktotum (ich laufe ja nur in Vintageklamotten oder historischer Kleidung durch die Welt, das fällt in einer Stadt wie Speyer durchaus auf). 

Grade die wohlwollende Berichterstattung über die Stücke „Heinrich. Einfach ausgeklammert“ auf dem Trifels, über „Caesar, Kleopatra etcetera pp“ oder „Die autonome Republik“ hat mich so gefreut!

Tatsächlich ist der Umstand, in der Zeitung zu sein – so oldschool das klingt – der vermutlich einzige Beleg für meine Eltern, dass ich nicht spinne. Wenn ich schon einen Beruf ausübe, für den es in Deutschland keinen Namen gibt (in anderen Ländern durchaus) und ich nur gaaaanz umständlich erklären kann, was ich da eigentlich tue, ist der gute alte Lokalteil das Gütesiegel, welches überall verstanden wird.

Als 2025 losging, hatte ich mir gewünscht, neue Kunden zu finden. Nicht unbedingt quantitativ mehr, sondern auch neue Bereiche, wo ich mit Geschichtsinszenierung einen Mehrwert bringen kann. Wie schön, dass nun doch außer Museen und Archiven, die mich schon kannten, neue Leads und Aufträge – auch aus dem Bereich der Corporate History – zu mir gefunden haben, wie die Handwerkskammer der Pfalz mit ihrem Jubiläum. Das darf mehr werden! 

 

Was lasse ich im Jahr 2025 zurück und nehme es nicht mit in 2026?

Drei Dinge müssen leider draußen bleiben.

Der Berg von Sachen, die entrümpelt gehören. Fundus und Wohnung sind voller Zeug, Klamotten und Kostüme, die nicht mehr (zu mir) passen. Ich habe sogar noch meine Pioneer-Stereoanlage von 1995 aus dem Studium. Sie geht noch – gerne zu verschenken an Selbstabholer ;-) Die Entsorgung dieser untoten Besitzungen wird ein Weilchen dauern, aber Raum zum Durchatmen freimachen. 

Meine unbändige Wut. Ich habe mich 2025 gefühlt nur aufgeregt über Politik, bzw. die Dummheit, Gier und Empathielosigkeit der Menschen, die derzeit an allen wichtigen Schaltstellen der Macht sitzen und für ihr Ego den Planeten verbrennen. Und mich zugleich machtlos zu fühlen, daran groß was zu ändern. Alles ist gleichzeitig „under attack“, was meine Werte sind, wofür auch meine Arbeit steht: Bildung, Menschlichkeit, Wissenschaft, Vielfalt, Respekt vor der Geschichte… 2026 muss ich Ventile finden, diese Wut produktiv zu nutzen. Für Irgendwas. Im Januar gehe ich zu einer Veranstaltung der „Soroptimisten“ und schaue, ob das mein Ventil sein kann. Engagement für Feminismus. Vielleicht auch mit den (Theater-)Mitteln, die ich habe und die sonst keiner hat. 

Was auch gerne an Bahnsteig bleiben kann, wenn ich ins neue Jahr einsteige, ist mein Misstrauen in mein eigenes Geschäft. Der innere Quatschi so: „Das Jahr 2 war zwar lukrativer als Jahr 1. Aber freu Dich nicht zu früh. Sicher war das nur ein Ausrutscher, und in Jahr 3 nimmt dich wieder der Steuerberater ins Gebet.“  Ein markiges „Ciao“ zu diesem Gedanken! Der bringt wirklich gar nix. 

 

Aller guten Dinge sind..? Meine Vorhaben für Jahr 3:

  • Museum-Theater-Events weiter professionalisieren, auch wenn Technik und Admin nicht grade meine Leidenschaft ist
  • Erwachsenen-Sachen angehen, wie meine Finanzen besser strukturieren und meine Patientenverfügung endlich mal machen. 
  • Nicht nur im Kopf zu leben, sondern ab und zu im Körper, öfter zu tanzen und paar kg loswerden.
  • Das Sahnehäubchen: einen Auftrag im Ausland an Land ziehen! Seit meiner Rückkehr aus Schottland 2004 (wo ich einige Jahre gearbeitet habe, aber das ist eine andere Geschichte) habe ich berufliches Fernweh. Also: Fühler ausstrecken nach Themen & Bühnen – wie Expos oder große Jubiläumsjahre – wo ich mal wieder ganz woanders Drama machen kann. 

Ich hoffe, unser aller Jahr 1794 wird so richtig spannend. 

Aber vorher steht der Termin mit dem Steuerberater an: drück mir die Daumen!

Einblicke in mein "Jahr 2"

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